SPD Sinzig

Soziale Politik für Dich.

SPD Ortsvereine Bad Bodendorf und Sinzig tragen "Sinziger Appell" mit

Nachfolgend der Text des "Sinziger Appells"

Gemeinsamer Sinziger Appell vom 24. Januar 2022

Wir wollen nicht länger zuschauen müssen, wie Menschen in unserer Stadt die Demokratie und  unsere demokratischen Grundrechte missachten. Seit einigen Wochen beobachten wir ein Spektakel, das nichts mit einem Spaziergang zu tun hat, sich aber selbst euphemistisch gern so bezeichnet.
Warum haben wir uns als loses Bündnis in den letzten Wochen montags hier in Sinzig versammelt? Was bringt die verschiedenen Parteien, aber auch Vereine und viele engagierte Demokratinnen und Demokraten jeden Montag solidarisch vor das Rathaus in Sinzig?
Das möchten wir kurz erläutern und dann einen klaren Appell an die Verantwortlichen im Land richten, die Ordnungskräfte und uns hier nicht länger allein zu lassen.

Wir sind montags auf dem Kirchplatz,

  • erstens um zu zeigen, dass man auch mit den geltenden Corona-Verordnungen problemlos von seinem Grundrecht auf Versammlungsfreiheit Gebrauch machen kann, denn unsere Versammlungen sind selbstverständlich angemeldet, und wir halten uns an die aktuell nötigen Auflagen.
  • zweitens um zu zeigen, dass die große Mehrheit der Menschen in Deutschland sich zwar ein Ende der Corona-Maßnahmen wünscht, aber weiß, dass sie aktuell nötig sind und sie deshalb auch solidarisch mitträgt.
  • drittens um zu zeigen, dass wir bereit sind zur Verteidigung unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung auf die Straße zu gehen und sie nicht für selbstverständlich halten, denn Demokratie und Freiheit muss man auch wertschätzen.
  • viertens um zu zeigen, dass die große Mehrheit der Menschen in Deutschland eben auch durch ihre Impfentscheidung bereits klar Position bezogen hat.

Wir alle wünschen uns, dass wir wieder "normaler" unseren Alltag leben können und unbeschwerter mit Freund*innen, Kolleg*innen und der Familie zusammen sein können, aber
die Corona-Maßnahmen schränken uns eben nicht unverhältnismäßig in unseren Grundrechten ein.
Die sogenannten "Spaziergänge" sind unangemeldete Versammlungen, die bewusst unsere
demokratischen Spielregeln umgehen und sollten deshalb auch als solche behandelt werden.
Wir werden so lange montags hier sein, bis diese "Spaziergänge" so nicht mehr stattfinden. Wir appellieren an die Verantwortlichen im Land, die Polizeikräfte aufzustocken und die jede Woche stattfindenden Ordnungswidrigkeiten nicht länger zu dulden. Es muss Konsequenzen haben, wenn Menschen sich bewusst über die Corona-Schutzmaßnahmen hinwegsetzen und unter anderem Flugblätter verteilen, aber sich weigern, eine Versammlung ordnungsgemäß anzumelden.

 

Erstunterzeichnende:
Bündnis Remagen für Frieden und Demokratie
BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN KV Ahrweiler
Jusos und SPD Breisiger Land
SPD OV Sinzig
SPD OV Bad Bodendorf
Die LINKE KV Ahrweiler
DIE PARTEI - Freunde des Ahrtals

Aktionsbündnis ruft zu Mahnwache auf dem Kirchplatz auf

Heute, Montag den 17. Januar ab 18:00 rufen verschiedenen Gruppen, darunter auch die SPD Ortsverein Bad Bodendorf und Sinzig, zu einer gemeinsamen Mahnwache für die Opfer der Corona-Pandemie auf dem Kirchplatz in Sinzig auf. Alle Sinziger Bürgerinnen und Bürger sind aufgerufen und eingeladen, daran teilzunehmen.

Susanne Müller, MdL zu Besuch in der Corona-Teststelle in Remagen – DANKE für die vielen ehrenamtlich Helfenden

Kurz vor Weihnachten besuchte die SPD Landtagsabgeordnete die Corona-Teststelle in Remagen, das durch DRK, Feuerwehren Remagen/Oberwinter/Rolandswerth/Kripp und dem DLRG Remagen sowie ausgebildeten Bürgerinnen und Verwaltungs- und Stadtangestellten betrieben wird.

Diese stehen an jedem Werktag sowie an Sonn- und Feiertagen in der Station und erwarten freundlich und professionell die Menschen, die sich testen lassen möchten. An den Weihnachtstagen und an Silvester war die Station von 10.00 Uhr bis 12.00 Uhr geöffnet und auch an diesen Tagen werden sich bis zu 100 Personen pro Tag testen lassen.

Die SPD-Landtagsabgeordnete dankte allen HelferInnen vor Ort und auch denen im Hintergrund mit mitgebrachter Schokolade. Sie ist froh über dieses ehrenamtliche Engagement und zeigte sich beeindruckt: „Für unsere Demokratie ist ehrenamtliches Engagement essentiell. Rheinland-Pfalz ist das Land des Ehrenamtes, weil sich hier fast jede und jeder Zweite ehrenamtlich engagiert. Dies zeigt sich in der Zeit der Pandemie sehr deutlich. Die Teststation ist nur ein Beispiel für die vielen Menschen, die sich dafür einsetzen, dass das gesellschaftliche Leben nicht einbricht. Dies hat u.a. auch das Engagement des DRK im Nachgang an die Flutkatastrophe gezeigt“.

Das DRK führt Blutspendeveranstaltungen durch. Diese sind ebenfalls essentiell, da sich im Moment die Konserven dem Ende zu neigen.

Unter Blutspenden in Remagen (blutspendedienst-west.de) können Sie sich jeder Zeit über Termine informieren und unter Bank: Volksbank RheinAhrEifel IBAN: DE 06 5776 1591 0203 0692 00 BIC: GENODED1BNA können Sie dem DRK-Ortsverein Remagen Spenden zukommen lassen, da dieser sich fast ausschließlich selbst finanzieren muss.

Der Besuch hat wieder aufgezeigt, welch großer Zusammenhalt die Gemeinden und Städte prägt. „Kein Dank kann zu groß sein für diese wertvolle Arbeit aller EhrenamtlerInnen“, sagt Müller zum Abschluss des Besuches.

Sprechstunde Christoph Schmitt, SPD Bundestagskandidat

Der SPD Bundestagskandidat im Wahlkreis Ahrweiler/Mayen, Christoph Schmitt, bietet am 2. Juli von 12.30 bis 14.00 Uhr wieder eine telefonische Sprechstunde für alle Bürgerinnen und Bürger im Kreis Ahrweiler, der Städte Andernach und Mayen sowie der Verbandsgemeinden Maifeld, Mendig, Pellenz und Vordereifel an. Alle Interessierten können sich gerne anmelden per E-Mail an info@christophschmitt.com oder per WhatsApp oder SMS an 0151 46280768 und werden dann in der Sprechstunde von Christoph Schmitt angerufen. Während der Sprechstunde kann Christoph Schmitt auch direkt unter 0151 46280768 angerufen werden.
„Mein Selbstverständnis als Kandidat für ein politisches Amt ist jederzeit für alle Bürger*innen ansprechbar zu sein. Ich habe für jede Frage ein offenes Ohr und werde immer versuchen mich bestmöglich um die Anliegen der Bürger*innen zu kümmern. Selbstverständlich können daher auch individuelle Termine für ein Gespräch vereinbart werden“, so der SPD Bundestagskandidat Christoph Schmitt.

Rede von Hartmut Tann, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion, zum NVZ
Bild von analogicus auf Pixabay

Der Sinziger Stadtrat hat am 18. Februar 2021 abschließend zum Bau eines Nahversorgungszentrums auf dem ehemaligen "Rick-Gelände" entschieden. Von den 31 stimmberechtigten Ratsmitgliedern stimmten 20 gegen das NVZ, 9 dafür und 2 Ratsmitglieder enthielten sich. Damit ist die Fortführung der Planungen zum Bau des Nahversorgungszentrums gestoppt, das Vorhaben wird nicht umgesetzt.

Die Argumente, die die SPD-Stadtratsfraktion bei der Abstimmung berücksichtigt hat schilderte der Fraktionsvorsitzende Hartmut Tann in seiner Rede vor dem Rat, die nachfolgend wiedergegeben ist.

"Sehr geehrter Herr Erster Beigeordneter Adams,
sehr geehrte Beigeordnete,
sehr geehrte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt Sinzig,
sehr geehrte Ratskolleginnen und -kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren von der Presse,
sehr geehrte Gäste,

nun ist es mal wieder so weit: Der Stadtrat beschäftigt sich wiederholt und erneut mit der Planung eines Nahversorgungszentrums (NVZ) auf dem ehemaligen "Rick-Gelände". Das NVZ war bereits mehrfach Thema auch im Ältestenrat, in mehreren Ausschüssen, in den Fraktionen, im Ortsbeirat der Kernstadt, in den Ortsvereinen und in Bürgerversammlungen.

Die Vorschriften muten einem Investor ein Verfahren zu, das nun mehr als fünf Jahre andauert.
Im unmittelbaren Vorfeld der heutigen Sitzung gab es teils umfangreiche Presseberichterstattungen und Statements, auch von Verfahrensbeteiligten. An mancher Stelle fragte man sich unwillkürlich "Warum angesichts der jahrelangen Verfahrensdauer erst jetzt?".

Bei den Bürgern, innerhalb der Parteien und in den meisten Fraktionen wird das Vorhaben ganz unterschiedlich bewertet, da macht die SPD keine Ausnahme. Es hat zwischenzeitlich zahlreiche Gutachten gegeben, deren Inhalte sind in den Gremien hinlänglich bekannt gemacht worden, diese müssen hier nicht wiederholt werden; dass sich die Gutachten teilweise widersprechen, macht es der Sinziger Politik nicht einfacher. Auch die Genehmigung des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes lässt weiter auf sich warten.

Die SPD hat sich intensiv mit dem Thema NVZ auseinandergesetzt. Bereits im Herbst 2017 wurde das Projekt in einer Versammlung den Mitgliedern der SPD vorgestellt. Im internen Forum wurden seitdem Meinungen ausgetauscht. Diese reichten von völliger Ablehnung des NVZ bis zu dessen Unterstützung, insbesondere nach der kürzlichen Überarbeitung der Pläne.

Was sagen die Befürworter in den Reihen der SPD? Beispielhaft seien folgende Überlegungen genannt:

  • Die neuen Pläne sind im Sinne politischer Vorgaben ergänzt und im Ergebnis ein qualitativer Fortschritt, auch im Hinblick auf Klimaschutzbelange.
  • Die Innenstadt kann durch klare Vorgaben beim Sortiment vor existenzieller Konkurrenz geschützt werden.
  • Insbesondere der neu vorgesehene gastronomische Bereich an der Ahr kann Gäste anlocken, Sinziger genauso wie Touristen; eine Gastronomie ist mit einem NVZ einfacher zu vereinbaren als mit einer Wohnbebauung.
  • Der Bereich kann zudem auch (ganzjährig) Kultur- und Freizeitmöglichkeiten eröffnen, etwa durch eine kleine Bühne oder Spielgeräte für Kinder.
  • Die Stadt bekommt nun endlich die geforderte direkte Anbindung für Radfahrer und Fußgänger von der Ahr an die Innenstadt.
  • Edeka erhält mit dem NVZ die dringend notwendige Gelegenheit zur Modernisierung; bei einer Einstellung des Bebauungsplanverfahrens wird es EDEKA nach eigenem Bekunden schon in wenigen Jahren nicht mehr in Sinzig geben.
  • Eine Verlagerung von Edeka kann zudem die neue Überplanung des bisherigen Edeka-Geländes im Sinne der Stadtentwicklung auslösen.
  • Angesichts vieler Planungen in der jüngeren Vergangenheit für Wohngebiete hat der ursprüngliche große Bedarf an Flächen etwas nachgelassen.
  • Künftige Investoren könnten abgeschreckt werden, sich in Sinzig zu engagieren.
  • Belastbare Zahlen für die Alternative einer "Wohnbebauung" liegen nicht vor.

Gegner des NVZ bringen zum Beispiel folgende Argumente vor:

  • Auf dem Rick-Gelände kann innenstadtnah mehr Wohnraum geschaffen werden, in Anbetracht der Nähe zu Schulen und Kindestagesstätten insbesondere für junge Familien.
  • Dafür hat die SPD konkrete Vorschläge: Energiesparende Wohnbauten, Herstellen einer Quartiersituation mit sozialer Anbindung der Bewohner, Grünflächengestaltung im Anschluss an bestehende naturräumliche Gliederungen (Ahr!), zentrale Parkplätze unter der Hochspannungsleitung in einer ansonsten verkehrsarmen Wohnsiedlung; statt einer Gewerbe- wird eine Wohn- und Gartenlandschaft errichtet.
  • Den Anliegern sind die Bebauung u. a. mit einer langen und hohen Mauer sowie Lärm und Verschmutzung insbesondere durch zunehmenden Straßenverkehr nicht zumutbar; der sich bisher auf mehrere Standorte verteilende Straßenverkehr konzentriert sich dann auf ein einziges Gebiet.
  • Die häufig angeführte Gefahr, Discounter könnten Sinzig verlassen, wird angesichts der verkehrsgünstigen Lage an den jetzigen Standorten und der zuletzt getätigten Modernisierungsmaßnahmen nicht gesehen.
  • Einkaufsmöglichkeiten sind in Sinzig genügend vorhanden, dies ist auch gutachterlich belegt.
  • Gewerbesteuereinahmen werden u. a. angesichts der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten nicht wesentlich anfallen; eine Wohnbebauung kann dagegen das Aufkommen der Einkommensteuer erhöhen.
  • Das NVZ führt zu einer Konfrontation mit den Nachbarkommunen und nicht zu einer Kooperation.
  • Wir brauchen Investoren, die unsere schöne Stadt besuchbar machen – zum Beispiel durch ein Hotel oder ein Hostel. Dies würde auch der Innenstadt helfen.
  • der Ortsbeirat hat sich gegen das Projekt entschieden.

Gestatten Sie eine persönliche Anmerkung aus gegebenen Anlässen im und außerhalb des Rates: Diese beispielhaft aufgeführten Überlegungen haben die Mitglieder der SPD-Fraktion für sich unterschiedlich gewichtet und bewertet. Dies wird in den meisten anderen Fraktionen ähnlich sein. Wir halten sowohl eine Zustimmung als auch eine Ablehnung des Vorhabens für grundsätzlich vertretbar. Beide Lösungen haben ihre Vorteile und nicht nur Nachteile.

Ich erwarte daher von Ihnen, liebe Kolleginnen und Kollegen, dass Sie die Meinung des Anderen akzeptieren, so wie wir es in der SPD-Fraktion tun, auch wenn es nicht Ihre Meinung ist, sei es ein Ja oder ein Nein oder sei es die Enthaltung, weil sich nach der persönlichen Wertung Pro und Contra die Waage halten. Das ist für uns nicht zuletzt auch eine Frage des persönlichen Respekts vor dem anderen. Und für diesen Respekt öffentlich einzustehen und in gewisser Weise auch Vorbild zu sein, das ist nach meiner Auffassung auch Aufgabe aus dem Ratsmandat.

Die SPD-Fraktion wird das Vorhaben heute mehrheitlich ablehnen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit."

 

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