16.03.2020 in Ortsverein

ABGESAGT: Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Sinzig

 

Liebe Genossin, lieber Genosse,

aufgrund der bundesweiten Infektionsswelle und mit Blick auf die Gesundheit der Teilnehmer haben wir uns entschlossen, die geplante Mitgliederversammlung abzusagen. Wir werden die Mitgliederversammlung zu einem späteren Termin durchführen.

Wir hoffen auf Euer Verständnis.

Der Vorstand des SPD-Ortsvereins Sinzig

18.11.2019 in Ortsverein

Stolz auf Anni - SPD gratuliert zu einem besonderen Geburtstag.

 

Anni Linke, geboren am 7. Oktober 1929, Genossin im SPD-Ortsverein seit 1954, feierte ihren 90. Geburtstag. So schlicht, die Daten nennend könnten wir dieses Ereignis mitteilen. Es geht aber um mehr, als um eine Mitteilung. Es geht um die Würdigung eines Frauenlebens, das sicher stellvertretend für Viele stehen kann.
Geboren ist Anni im Jahr der Weltwirtschaftskrise, vier Jahre bevor die Nazis in Deutschland durch Wahlen an die Macht kommen. Die fröhliche Begrüßung jeden Besuchers durch die Vierjährige mit „Geihei!“ wie sie den Gruß „Freiheit!“ der Genossen verstand, wird zum Risiko, die Familie zieht um. Im gleichen Jahr 1933 erlebt Anni die Durchsuchung ihrer elterlichen Wohnung und noch heute weiß sie, „…  wir wären alle weggekommen, wenn sie die Fahne und die Papiere der SPD bei uns gefunden hätten.“ Die lagen versteckt zwischen Dachbalken und Dachpfannen. Ihr Großvater hatte den Ortsverein der SPD in Sinzig 1908 mitgegründet. Ihr Vater und ihr Onkel, aber auch ihre Mutter waren zeit ihres Lebens politisch aktiv in der SPD. So war es auch für sie selbstverständlich: vor 65 Jahren, 1954 wurde auch sie Mitglied der SPD.
Sie, eine junge Frau, heiratet, wird Mutter, ein Sohn und eine Tochter werden geboren. Ihr Mann Martin ist ein fürsorglicher Partner. Anni ist berufstätig, weit über die übliche Altersgrenze hinaus. Und trotz alledem: Ihr Engagement in der SPD ist ihr nie zu viel, nie eine Last. Sie ist eine, die sich kümmert, ihre Besuche zu den Geburtstagen vermitteln den Menschen Zuneigung, Wärme und ein Stück Heimat. Jahrelang kocht Anni für die Kinder auf dem Harterscheid, die dort eine unbeschwerte Ferienzeit bei der AWO verbringen. Auch Anni Linkes Reibekuchen auf den Altstadtfesten der SPD sind noch heute als Köstlichkeit in Erinnerung. Und Anni Linke wusste, wo den Bürgern der Schuh drückt. Ebenso wie im Vorstand arbeitet sie auch im Ortsbeirat der Kernstadt lange Jahre mit und hinterlässt Spuren.
Nun ist sie 90 Jahre alt geworden und darf sich liebevoll von der Familie umsorgt ausruhen. Ihren Sinziger Sozialdemokraten gibt sie zweierlei mit auf den Weg: „Unsere Aufgabe, den Interessen der kleinen Leute in der Politik Geltung zu verschaffen ist noch lange nicht erledigt.“ und: „Wenn einem das Wasser bis zum Hals steht, macht es keinen Sinn, den Kopf hängen zu lassen."

22.10.2018 in Ortsverein

SPD-Ortsverein Sinzig - im Namen von Freiheit, Gleichheit und Solidarität seit 1908 vor Ort

 
Die Vorsitzenden der Ortsvereine Sinzig, Axel Friedrich und Bad Bodendorf, Günther Martin

Im Festsaal des Sinziger Schlosses beging der Ortsverein Sinzig im Rahmen der Mitgliederversammlung am 19. Oktober 2018 seinen 110. Geburtstag. Bei Sekt, Saft und Kuchen überraschten Gratulanten aus dem Bad Bodendorfer Ortsverein die Sinziger mit einem Präsent.

110 Jahre wechselvoller Geschichte machen gelassen, auch wenn derzeit Vereinfacher und Populisten mit Verachtung, Hass und Häme statt besserer Ideen die öffentliche Meinung bestimmen. Über 70 Jahre der Stabilität, des wachsenden Wohlstands, der Sicherheit, der wachsenden Bildungschancen und des wachsenden und mäßigenden Einflusses in der Welt verdankt unser Land der Demokratie: dem Streit um die besseren Ideen und der Fähigkeit zum Kompromiss. Demokratie hat ihren Preis. Der aufkommende Überdruss ist erklärbar. Oft geht es scheinbar nicht schnell und nicht weit genug voran, besonders, wenn man nur die eigenen Probleme und nicht den Zusammenhang im Blick hat. Aber der Überdruss ist auch gefährlich, weil  er den Zusammenhalt der Gesellschaft aufs Spiel setzt.

„Sozialdemokraten bieten ihren Beitrag zur Gestaltung einer gerechteren und menschlicheren Gesellschaft als Vertreter der Menschen, die sonst keine Vertretung haben in Sinzig seit 110 Jahren an. Wir haben unterwegs viel erreicht: soziale Sicherung, Bildung und Chancen für Alle, das allgemeine und das Frauenwahlrecht. Fehlentwicklungen stemmen wir uns entgegen.“ So Martin Eggert in seiner Festrede. „Jetzt, da die Schere zwischen arm und reich sich wieder öffnet, zeigt sich besonders, dass unsere Aufgabe noch lange nicht erledigt ist.“

Der Vorsitzende Axel Friedrich sieht den Ortsverein in guter Tradition: „Darüber, was eine menschlichere und gerechtere Gesellschaft ganz konkret in Sinzig bedeutet, sind wir gerade im Gespräch mit den Sinzigern. Soviel lässt sich jetzt schon sagen: da ist Stoff und Arbeit genug für die Zeit bis zum nächsten runden Geburtstag zusammengekommen.“

Im Rahmen der Bestandsaufnahme sozialer und sozialpolitisch bedeutsamer Projekt erstattete Bessy Groß Bericht über die Inhalte und die Randbedingungen der Arbeit des Frauenhauses im Kreis Ahrweiler. 

Dann folgten die Wahlen. Als neu gewählte Vorstandsmitglieder wollen sich Axel Friedrich (Vorsitzender), Thorsten Schomann (Stellvertreter), Felix Blaich (Kassierer), Martin Eggert (Schriftführer) sowie Marga Drenk, Sabine und Simon Eggert, Markus Klaes, Hans-Dietrich Laubmann, Inge Pauls und Astrid Weiß als Beisitzer der alten, aber unverändert aktuellen Aufgabe stellen.

Die Kommunalwahlen 2019 werfen ihren Schatten voraus. Gemeinsam mit dem Ortsverein Bad Bodendorf schicken die Sinziger Sozialdemokraten Hans-Dietrich Laubmann, Günter Martin, Sabine Eggert und Gerd Hennes als Kandidaten für den Kreistag ins Rennen.

30.09.2018 in Ortsverein

110 Jahre Sinziger SPD - Blick auf den Kompass

 

Zehn Jahre sollte es noch bis zum Ende des Kaiserreichs dauern. Der Erste Weltkrieg stand noch bevor, als sich nach Sinzig angesiedelte Arbeiter der Flaschenfabrik zur Gründung einer SPD-Ortsgruppe entschlossen. Auslöser waren die Lage im Reich, die Arbeitsbedingungen, die Löhne, die fehlende soziale Absicherung und die Not ihrer Familien. In das gleiche Jahr fällt ebenfalls die Gründung eines Arbeitersportvereins, der freien Turn- und Sportvereinigung 08.

Die SPD wurde polizeilich beobachtet und -auch von den Kanzeln herab- bekämpft. Die Genossen blieben bei allen persönlichen Risiken standhaft. Das führte sie später bis in die Gestapo-Zellen und KZs. Es gab ehrenhaften sozialdemokratischen Widerstand gegen Hitlers Ermächtigungsgesetz. Danach war die Arbeit nur noch im Untergrund möglich. Nachdem der Nationalsozialismus überwunden war, wurde in Sinzig die Parteifahne aus ihrem Versteck geholt, und der Einsatz für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit ging weiter...

Wohin Hass und Hetze, wohin Menschenverachtung führen kann, das haben Sozialdemokraten damals bitter gelernt - und nicht vergessen. Brüderlich zu helfen, wenn Menschen in Not sind, ist ihr Anspruch, den sie nicht aufgeben werden. Hunger, Krieg und Unterdrückung verlangen eine politische Antwort, und sie verlangen die Tat.

Sozialdemokraten haben in Deutschland die Kranken-, Renten- und die Arbeitslosenversicherung durchgesetzt. Das allgemeine und das Frauenwahlrecht, Arbeitnehmerrechte und Zugang zur Bildung für alle sind weitere Errungenschaften, die uns heute ganz selbstverständlich scheinen. Die Globalisierung, ungezügelte Gesetze des Markts, die Rüstungsindustrie und die Banken sorgen dafür, dass man sich darauf nicht ausruhen kann. Immer wieder gilt es, sich Entwicklungen entgegenzustemmen, die das Erreichte einzureißen drohen. In einem Land, in dem sich die Schere zwischen Arm und Reich wieder auftut, bleibt viel für die SPD zu tun. 

Eine Gesellschaft, die auseinanderzufallen droht und die die SPD nicht mehr als Anwalt der Menschen wahrnimmt, die sonst keine Vertretung haben, macht die politische Arbeit nicht leicht. Aber alternativlos: „Unsere Aufgabe ist ja nicht erledigt. Wir nehmen aus der 110-jährigen Geschichte die Lehre und die Zuversicht mit, dass unser Ziel, die gerechte und menschliche Gesellschaft zu bauen, jede Mühe lohnt“, so Vorstandsmitglied Martin Eggert. Axel Friedrich, der Vorsitzende des Ortsvereins ergänzt: „Darüber, was eine gerechtere und menschlichere Gesellschaft ganz konkret in Sinzig bedeutet, sind wir derzeit bei unseren Themenabenden im Gespräch mit den Sinzigern. Soviel können wir jetzt schon sagen: Da ist Stoff und Arbeit genug für die Zeit, bis zum nächsten runden Geburtstag zusammengekommen.“
 
Der nächste Themenabend folgt am Montag, den 15. Oktober um 19:30 Uhr im Kelterhaus der Winzergaststätte in Bad Bodendorf.

Die SPD feiert ihren Geburtstag im Rahmen einer Mitgliederversammlung am 19. Oktober um 19:30 Uhr im Schloss. Gäste und Gratulanten sind willkommen.

15.05.2018 in Ortsverein

SPD Ortsvereine Sinzig und Bad Bodendorf zu Gast bei den Caritas Werkstätten

 
Foto: Caritas Werkstätten, Sinzig

Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Sinzig, Dirk Frenzel, hat mit Vertretern des SPD-Ortsvereins Bad Bodendorf die Caritas Werkstätten St. Elisabeth in Sinzig besucht. Einrichtungsleiter Andreas Friedrich zeigte sich erfreut über das große Interesse und führte die Gäste durch die Einrichtung.

Die Delegation informierte sich über die Abläufe und Strukturen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Ein Kernthema war dabei die Vermittlung von Werkstattbeschäftigten auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. Die Caritas Werkstätten beschäftigen sich seit vielen Jahren intensiv mit dem Übergang von der Werkstatt auf den allgemeinen Arbeitsmarkt. So veranstalten sie beispielsweise jedes Jahr die Beruflichen Aktionstage im Landkreis Ahrweiler. Im Rahmen dieser Aktionstage absolvieren unter anderem Beschäftigte der Caritas Werkstätten Praktika in regionalen Unternehmen des allgemeinen Arbeitsmarkts. "Durch die Beruflichen Aktionstage bringen wir Menschen mit Behinderung und regionale Unternehmen sowie Werkstätten, Förderschulen und örtliche Leistungsträger zusammen", so Doris Hein, Leiterin der Virtuellen Werkstatt XTERN der Caritas Werkstätten. "Ziel unserer Aktionstage ist es, den Beschäftigten in unseren Caritas Werkstätten eine Alternative zum klassischen Werkstattarbeitsplatz zu bieten und mehr Menschen mit Behinderung in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu vermitteln."

Einrichtungsleiter Andreas Friedrich betonte, dass der Anteil der Werkstattbeschäftigten, die einen erhöhten pädagogischen Bedarf haben, in den nächsten Jahren ansteigen werde. "Wir werden vermehrt Menschen mit einer erworbenen Hirnschädigung in unserer Einrichtung einen Arbeitsplatz anbieten, was mich als Einrichtungsleiter natürlich vor die Aufgabe stellt, gut ausgebildete Pädagogen an Bord zu haben", so Friedrich.

Beim Rundgang durch die jüngst sanierten Räumlichkeiten stellte der Einrichtungsleiter der Delegation die verschiedenen Arbeitsbereiche vor, die den Werkstattbeschäftigten vielfältige Entfaltungsmöglichkeiten bieten. Neben Schreinerei, Küche, Wäscherei, Gartenbau und dem Montage- und Verpackungsbereich interessierte sich die Gruppe auch für den Gewächshausbetrieb Radicula Kräuter & Kreatives. "Die hier arbeitenden Menschen werden unter Anleitung eines Gärtnermeisters und einer Gärtnerin von der Aussaat bis zum Verkauf aktiv in alle Produktionsabläufe mit eingebunden", so Friedrich. Die Gäste zeigten sich beeindruckt von der Komplexität der Einrichtung und versicherten den Kontakt zu den Caritas Werkstätten auch weiterhin zu halten.

(Pressemitteilung der Caritas Werkstätten Sinzig)

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04.05.2020, 20:00 Uhr - 22:00 Uhr Vorstandssitzung des SPD OV Sinzig

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