SPD Sinzig

Soziale Politik für Dich.

Aus einer tollen Idee wurde gelebte „Solidahrität“

Mit einer Spende in Höhe von 39.400 Euro reiste am vergangenen Freitag der Familienbetrieb der Firma Deheck Destillerie aus Gau-Odernheim nach Dernau. Kornelia und Barbara Deheck überbrachten dem Dernauer Orts-Bürgermeister Alfred Sebastian im Beisein des Landrats Heiko Sippel (Landkreis Alzey-Worms) und den Landtagsabgeordneten Heiner Illing und Susanne Müller (beide SPD-Fraktion) eine Spende für den „Förderverein Wiederaufbau Dernau“ vorbei.

Die Fa. Deheck hatte im vergangenen Jahr einen eigenen Gin „Ginvoll“ kreiert, um für die Betroffenen an der Ahr etwas Gutes zu tun. Die Kunden konnten jede Flasche mit einer kleinen Spende versehen. Ca. 3.000 Flaschen wurden verkauft und individuell kamen dabei nicht nur die flaschenübliche Spende zustande, sondern vielerorts wurden darüber hinaus auch weitere Spenden für die von der Flut betroffenen Gebiete gesammelt.

Nach dem Verkauf wandte sich die Destillerie an die Landtagsabgeordneten Illing und Müller, die den Kontakt zu dem Ortsbürgermeister Alfred Sebastian herstellten. Dieser erläuterte bei der Übergabe der Spenden und einem Rundgang durch Dernau, dass man in Dernau ein ausgeklügeltes Spenden-System entwickelt hatte, dass durch die Erfassung der Betroffenheit der EinwohnerInnen individuell dazu führte, dass vorgenommene Spenden richtig und sinnvoll bei den Betroffenen ankommen würden.

Kornelia und Barbara Deheck freuen sich, dass die Verkäufe und Spenden so zahlreich waren und damit Spenden zusammenkamen, die unmittelbar den BürgerInnen in der Region weiterhelfen. Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller und Ortsbürgermeister Alfred Sebastian dankten Familie Deheck für deren großzügige Spende. Sebastian lud die Gäste ein, zu einem späteren Zeitpunkt wieder zu kommen, wenn die begonnenen Wiederaufbauten weiter fortgeschritten sind.

Landtagsabgeordnete besucht ehemalige Synagoge in Niederzissen

Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) war in Niederzissen in der ehemaligen Synagoge zu Besuch. Richard Keuler, Vorsitzender des Kultur- und Heimatvereins Niederzissen e.V., informierte sie zur Geschichte der Synagoge von deren Entstehung bis zum heutigen Tage.
So war die alte Synagoge nicht nur ein Ort und Zentrum des jüdischen Glaubens im 19. und 20. Jh. sondern ist heute Ort der Begegnung, des Zusammentreffens von Geschichte und Kultur. Die Sicherung und Aufarbeitung von historischen Funden führte zu einer umfangreichen Sammlung, die zurzeit im Kölner Kolumba, dem Kunstmuseum des Erzbistums Köln, zu sehen ist. Durch die guten Kontakte zu im Ausland lebenden Nachfahren konnten sogar ehemals im Brohltal ansässige Familien zusammengeführt und über ihre Historie informiert werden.  „Die Erzählungen und die Dokumente der Zeitgeschichte berühren den Besucher und zeigen Einblicke in jüdisches Leben im letzten Jahrhundert. Gleichsam berichten Sie auch von der grausamen Vertreibung und Vernichtung jüdischen Lebens und einzelnen Schicksalen“, so Susanne Müller.
Die erstaunlich große Vielfalt der gefundenen Gegenstände lässt für den Besucher ein Bild der damals intakten jüdischen Gemeinde entstehen.
Schulklassen werden in der Synagoge genauso gern gesehen wie alle anderen Interessierten. Herr Keuler bereitet sich mit dem Team des Kultur- und Heimatvereins  auf alle Besucher gleichermaßen vor und macht den Besuch zu einem Erlebnis, das bei allen Gästen nachhallt. Herr Keuler wünscht sich vor allem, dass die Schulen das Angebot annehmen und die Kinder mit der Geschichte vertraut machen, sodass Bewusstsein geschaffen werden kann, dass sich diese Ereignisse niemals wiederholen werden. Geschichte lebendig zu halten ist auch für die ehemalige Lehrerin und Schulleiterin Susanne Müller ein wichtiges Ansinnen:
„Das gegenwärtige kulturelle und religiöse Leben jüdischer Menschen zu unterstützen, und die Geschichte jüdischer Menschen auf dem Gebiet des heutigen Rheinland-Pfalz in Erinnerung zu halten, ist unser aller Verantwortung“, so Susanne Müller.
Sie drückte abschließend Herrn Keuler und allen Beteiligten ihre tiefe Wertschätzung für das Entstandene und die damit verbundene Arbeit aus.

Gespräch zwischen Susanne Müller und der „Gemeindeschwester plus“ in Sinzig

In Sinzig trafen die Gemeindeschwester Plus Gerlinde Brenk in Sinzig und die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (SPD) zusammen. Zum einen ging es um die derzeitige Situation während Corona und um die Bedarfe im Zusammenhang mit der Flutkatastrophe.

Die Gemeindeschwester Plus ist Ansprechpartnerin für alle Bürger ab dem 80. Lebensjahr, die noch keinen Pflegegrad haben. Ältere Bürgerinnen und Bürger sollen in ihrer jeweiligen persönlichen Lebenssituation gestärkt und stabilisiert werden. Das Angebot umfasst von der präventiven Beratung im Bereich der gesundheitlichen und häuslichen Versorgung bis zur Vermittlung von wohnortnahen Teilhabeangeboten wie z. B. Seniorentreffen oder Versorgungsangeboten. Sie bildet unterstützende Brücken zu den jeweiligen Angeboten und erleichtert so die Zugänge, führt Gerlinde Brenk aus.

Momentan sei die Arbeit stark durch die Corona-Lage beeinflusst. Es finden keine Treffen in geschlossenen Räumen statt, es gibt aber auch beispielsweise auch kleinere Treffen mit gemeinsamen Spaziergängen. Diese Spaziergänge sind oft mit Gedächtnis- oder Bewegungsübungen verknüpft, welches den älteren Mitbürgern helfen soll, geistig fit zu bleiben.

Zwei besondere Herzensprojekte sind für Frau Brenk der „DigiBo – der Digitalbotschafter“ sowie die Nachbarschaftshilfe. Beim „DigitalbotschafterInnen“ handelt es sich um ein Projekt, in welchem jüngere oder digitalerfahrene Menschen den älteren Mitbürgern beibringen, wie sie mit digitalen Geräten umgehen können, sodass sie ihren Alltag erleichtern können. Es gibt Tablets zum Verleihen und das Angebot soll noch weiter ausgebaut werden. Zu diesen Projekten werden immer neue EhrenamtlerInnen gesucht.

Susanne Müller begrüßt dieses Projekt: „Die Corona-Pandemie hat die Notwendigkeit verstärkt, dass gerade ältere und behinderte Menschen im Umgang mit den digitalen Medien begleitet und unterstützt werden. Die fördert die digitale gesellschaftliche Teilhabe und hilft älteren Menschen mit den Angehörigen in stetem Kontakt zu bleiben. Hier ist die Ausstattungsförderung für Ehrenamtliche, die älteren Menschen digitale Teilhabe ermöglicht, eine wertvolle Hilfe und ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für das digitale Ehrenamt.“

Aber auch die Nachbarschaftshilfe ist ein neues Projekt, dass nach der Flutkatastrophe an Fahrt aufgenommen hat. Hier gibt es ehrenamtliche HelferInnen, die mit anpacken – durch Botengänge, Begleitung zu Einkäufen, den Bürgern Zeit schenken, oder sie zu Spaziergängen abholen und der Anfertigung von Reparaturen o. Ä.   Auch hier zeigt sich in starkem Maß die Solidarität im lokalen Bereich, die gerade für ältere MitbürgerInnen sehr hilfreich ist.

Susanne Müller zeigt sich beeindruckt von der geleisteten Arbeit und den konkreten Ideen. Sie überbrachte ihren Dank und ihre Wertschätzung für die Gemeindeschwester Plus. Der Austausch wird zu späterem Zeitpunkt fortgesetzt werden. 

Austausch der MdL Susanne Müller, SPD mit dem Caritasverband Rhein-Mosel-Ahr e.V.

In der letzten Woche traf ich Christiane Böttcher und Silvia Plum (Caritas Ahrweiler) zum Austausch über die Nachwirkungen der Flut und deren Auswirkung auf ihre Arbeit.
Frau Böttcher und Frau Plum berichteten mir von ihren ersten Eindrücken direkt nach der Flut bis hin zu den neu geplanten Projekten. Die ersten Wochen nach der Flut waren gekennzeichnet von einer großen Flexibilität und einer Absicherung der Versorgung der bisherigen Klienten. Hier zeigten die MitarbeiterInnen eine große Einsatzbereitschaft und Initiative, gleichwohl der Mitarbeiterstamm selbst von der Flutkatastrophe betroffen war und man hier personell umplanen musste.
Insgesamt konnten die fünf betroffenen Diözesan-Caritasverbände Aachen, Essen, Köln, Paderborn und Trier die Opfer der Flutkatastrophe mit bislang 9 Millionen Euro unterstützen. 6 Millionen Euro davon flossen in Soforthilfen - unbürokratische Bargeldauszahlungen oder Haushaltsbeihilfen, die der Wiederbeschaffung von Hausrat wie Waschmaschinen oder Kühlschränken dienten. Sie lindern die akute Not. Drei Millionen Euro werden für begleitende psycho-soziale Angebote verwendet. Susanne Müller dankte den beiden Mitarbeiterinnen und ihrem Team. „Die Arbeit der Caritas vor Ort und auch die überregionale Arbeit sind ein wichtiger Baustein der Versorgung der Menschen vor Ort. Gerade nach der Flutkatastrophe war dies durch ständig wechselnde Bedingungen gekennzeichnet. Dafür spreche ich den Mitarbeitern meinen ganzen Dank und meine Wertschätzung aus“.
Christiane Böttcher und Silvia Plum berichten, dass sich oft erst im persönlichen Gespräch Bedarfe zeigen und auch manchmal eine Antragstellung für finanzielle Hilfen der Einstieg in ein persönliches Gespräch ist: Wer braucht psychologische Unterstützung? Wer benötigt eine Schuldnerberatung? Welche spezifischen Probleme haben ältere Menschen oder Menschen mit geringem Einkommen?" Bei der Stellung der Anträge wird unbürokratisch und schnell geholfen.
Die MitarbeiterInnen versuchen auch jene zu erreichen, die schon vor der Flut nicht gut integriert waren z. B. in einer Dorfgemeinschaft, einem Stadtviertel oder im öffentlichen Raum. Durch die Situation, die für viele Betroffene vor Ort gleichermaßen besteht, gelingt dies auch. Die Hilfe der Caritas ist auf lange Sicht angelegt. Die Mitarbeiterinnen berichten, dass Wiederaufbau und Beratung / Sozialarbeit miteinander verknüpft werden, um den Menschen langfristig und nachhaltig zu helfen. Hier sind EhrenamtlerInnen mit den MitarberiterInnen der Caritas gemeinsam unterwegs, um die Menschen zu erreichen, sie hilfreich zu unterstützen und ihnen zuzuhören.
Abschließend berichten Böttcher und Plum von möglich neuen Projekten und Ideen. So wird beispielsweise künftig auch eine Möglichkeit bestehen, Bauchfachberatung in das Angebot der Caritas einzubeziehen, als direkte Notwendigkeit im Hinblick auf die große Nachfrage.
Susanne Müller zeigt sich begeistert von diesen Ideen: „Es wird klar, dass in dieser Krise auch eine Chance liegt, soziale Strukturen neu zu gestalten und Bestehendes zu überdenken und an die Bedarfe vor Ort anzupassen. Hier hat die Caritas in Ahrweiler meine volle Unterstützung.“

Landtagsabgeordnete Susanne Müller: Land fördert Schulsozialarbeit im Kreis Ahrweiler mit 76.500 Euro

„Die Landesregierung fördert die Schulsozialarbeit im Landkreis Ahrweiler in diesem Jahr mit 76.500 Euro. Das hat Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig heute bekanntgegeben. Ich freue mich sehr, denn Schulsozialarbeiterinnen und Schulsozialarbeiter leisten wertvolle Arbeit an unseren Schulen. Sie unterstützen und begleiten Schülerinnen und Schüler sowie deren Eltern bei schulischen sowie privaten Fragen. Wie wichtig diese Arbeit ist, wird uns insbesondere während der Pandemie klar, in der Kinder und Jugendliche zum Teil enorme Einschränkungen haben erfahren müssen“, sagte Müller.

Mit den Mitteln der Landesregierung können im Kreis Ahrweiler 2,5 Stellen für Schulsozialarbeit finanziert werden. „Die Landesregierung unterstützt damit die Kommunen, die als Träger der Kinder- und Jugendhilfe für die Schulsozialarbeit zuständig sind.“ Darüber hinaus stellt das Land im Rahmen des Programms CHANCEN@lernen.rlp in diesem und im nächsten Schuljahr knapp 8,4 Millionen Euro für sozialpädagogische Angebote in Schulen zur Verfügung. „Das sind Mittel, die gut investiert sind, denn sie kommen unseren Schülerinnen und Schülern zugute“, so die MdL Susanne Müller.

Insgesamt stellt das Land jedes Jahr rund zehn Millionen Euro für Schulsozialarbeit an allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen zu Verfügung. Dazu kommt der Unterstützungsfonds des Landes, mit dem Kommunen auch Integrationshelferinnen und -helfer sowie Schulsozialarbeiter finanzieren können. „Insgesamt sind das 20 Millionen Euro pro Jahr. Dazu kommen jetzt noch einmal die 8,4 Millionen Euro, mit denen das Land die Kommunen bei dieser wichtigen Aufgabe unterstützt“, so Müller abschließend.

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