In der letzten Woche war die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (MdL) im Gespräch mit der Verbraucherzentrale in Mainz zum Thema Hochwasser und Starkregen. Da Susanne Müller selbst Mitglied im Ausschuss für Familie / Jugend / Integration und Verbraucherschutz ist, ist dies ein Thema, dass ihr nach der Flutkatastrophe im Ahrtal von vielen BürgerInnen angetragen wird.
Mit versicherten Schäden an Häusern, Hausrat, Betrieben und Kraftfahrzeugen von rund 12,5 Milliarden Euro ist 2021 das teuerste Naturgefahrenjahr seit Beginn der Statistik Anfang der 70er Jahre, so der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).
Frau von der Lühe (geschäftsführender Vorstand der Verbraucherzentrale) berichtet, dass unmittelbar nach dem Flutwochenende im letzten Jahr die Hotlines zur Versicherung doppelt besetzt worden sind. Eine Sonderhomepage wurde geschaltet und so fanden 2021 insg. 272 Beratungen in diesem thematischen Zusammenhang statt. Über die Hälfte der Anfragen betrafen das Thema Elementarschadenversicherung. Teilweise waren es auch sehr lange Beratungsgespräche, in denen die Ratsuchenden ausführlich über die Ereignisse berichtet haben. Im Vergleich hierzu fanden 2022 bis jetzt 56 Beratungen im Zusammenhang mit dem Thema Unwetter statt.
Die Landtagsabgeordnete schilderte ihre Eindrücke bezüglich der Vielseitigkeit der Anfragen, die sie von Petenten bezüglich des Themas „Schadensabwicklung Versicherung“ erhält. Die Bandbreite ist groß: Von Versicherungen, die nicht regulieren, da sie nur die Überschwemmung regulieren, aber keinen Starkregen, oder Versicherern, die fremde Schadensgutachten anzweifeln bis zu Versicherern, bei denen das Handling gerade bei den Elementarversicherungen problemlos läuft. Schwierig sei es oft für die Versicherten, dass ohne Freigabe und Zusage für eine Kostenübernahme keine Firma beauftragt werden darf und vielfach dennoch schon Basisarbeiten gemacht werden sollten. Hinzu komme, dass aufgrund der Inflation und der gestiegenen Preise auf dem Rohstoffmarkt Gutachten nur beschränkt aussagefähig sind und nach dem Gutachten die Preise evtl. noch einmal hochgehen.
Die Verbraucherzentrale weiß um die Problemstellungen und steht hier vor allem mit dem Umweltministerium RLP im Austausch, ebenso mit dem Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) im Rahmen der Elementarkampagne des Umweltministeriums. Im Zweifelsfall, so berichtete Herr Wortberg von der Verbraucherzentrale, könnten sich VerbraucherInnen nicht nur an die Verbraucherzentrale zum Thema Versicherung melden, sondern ebenfalls beim Versicherungsombudsmann.
Seine Aufgabe ist es, Streitigkeiten in Versicherungsangelegenheiten beizulegen. Der Versicherungsombudsmann arbeitet für Verbraucher kostenfrei, überprüft neutral, schnell und unbürokratisch die Entscheidungen des Versicherers oder Versicherungsvermittlers, kann Versicherer bis zu 10.000 Euro zur Leistung verpflichten und erläutert verständlich das Ergebnis seiner Prüfung.
Es wurde noch einmal besprochen, wie wichtig es sei, auf die Notwendigkeit einer Elementarschadenversicherung hinzuweisen, ggf. mit eigenem Risikoselbstbehalt. Die Verbraucherzentrale setzt sich schon seit langem dafür ein, dass die Elementarversicherung automatisch Teil der Wohngebäudeversicherung ist und Altverträge auf diese Allgefahrendeckung umgestellt werden.
Zur Thematik der Versicherungen im Ahrtal wird man ggf. noch einmal gezielt auf die Info-Points im Ahrtal zukommen, um diese zu diesem Thema zu informieren / zu schulen, um die Verbraucher vor Ort zu informieren und aufzuklären.
Man wird hier in einem vertrauensvollen Austausch bleiben, um die Probleme und Schwierigkeiten, die sich vor Ort im Ahrtal ergeben, rückzukoppeln und möglichst zu beheben, damit der Neu- und Wiederaufbau so reibungslos wie möglich erfolgen kann.
www.verbraucherzentrale-rlp.de
Versicherungsfragen: 06131/2848868
In dieser Woche besuchte MdL Müller das Sozialkaufhaus „LISA“. LISA steht für „Laden für Integration und soziales Engagement gegen Armut“ und bietet kostengünstige Secondhand-Ware aus vielen verschiedenen Bereichen an.
Der Abteilungsleiter des Sozialkaufhauses LISA, Martin Conrad, führte Müller herum, zeigte ihr alle Abteilungen und stellte verschiedene Mitarbeiter vor. Bei LISA arbeiten Menschen mit Beeinträchtigungen oder Handicap zusammen mit anderen MitarbeiterInnen, die alle dafür sorgen, das Warenangebot der Region für Kunden in der Region aufzubereiten und darzubieten.
Martin Conrad berichtet vom Warenlauf der gespendeten Artikel von der Abgabe, ggf. Aufarbeitung bis zum Verkauf / Abgabe an bedürftige Menschen. Es werden durch die Mitarbeiter Sachspenden der Bürger angenommen, sortiert, Elektrogeräte werden geprüft und mit einer Garantie versehen, der Ladeninnenraum wird durch die Mitarbeiter dekoriert und in Ordnung gehalten. Martin Conrad berichtet, dass der Durchschlag der Waren und der Artikel groß ist, und dass sowohl Spender als auch genug Kunden da sind und das Angebot in der Region gut aufgenommen wird.
Die Mitarbeitenden machten deutlich, dass das Sozialkaufhaus mit Professionalität, Enthusiasmus und Freude geführt wird. Alle Mitarbeiter sind bei der Caritas angestellt. Es gibt in den Räumen des Kaufhauses ebenfalls Platz für die Kleider- und Kinderspielzeugsachspenden des Caritasverbandes Ahrweiler.
Dienstags werden die vorhandenen LKW´s zu den Haushaltsauflösungen geschickt, sodass mittwochs viel neue Ware, Schnäppchen und Überraschungen gefunden werden können. Im Kaufhaus „LISA“ kann jeder Bürger einkaufen, jeder ist willkommen und so finden sowohl Liebhaber von antiquarischen Artikeln oder nachhaltig orientierte Kunden ein großes und variables Sortiment von Waren zu günstigen Preisen.
Die Landtagsabgeordnete dankte Herrn Conrad und seinem Team für die Arbeit. Nicht nur der nachhaltige Gedanke, sondern auch der soziale Aspekt bei der Beschäftigung von Menschen mit Handicap ist für sie absolut vorbildlich: „LISA ist mehr als ein Sozialkaufhaus. Es ist ein Begegnungsort, Ort des Austausches und verbindet Menschen aus unterschiedlichsten Lebenslagen mit verschiedenen Bedürfnissen. Es zeigt, dass Inklusion gelebt wird. Ich bin froh über diesen inklusiven Arbeitsort und werde den positiven Geist und diese Gedanken aus dem Besuch in die Region tragen und gern unterstützen.“
Bei der Landeskonferenz der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF) am 11. Juni in Mainz wurde die Abgeordnete des Wahlkreises 13 Remagen/Sinzig/VG Brohltal/VG Bad Breisig Susanne Müller (MdL) in den neuen Vorstand der Arbeitsgemeinschaft gewählt. Es ist das erklärte Ziel der frauenpolitischen Sprecherin der SPD-Fraktion, damit den Norden des Landes stärker in die Arbeitsgemeinschaft einzuholen und zu vernetzen, sowie die landespolitische Ebene im Bereich der Gleichstellung stärker mit der Arbeitsgemeinschaft zu verknüpfen. Als Vorsitzende wurde Anke Schneider in ihrem Amt bestätigt.
Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller (MdL) traf die Pflegedienstleitung Frau Abel und deren Stellvertreterin Frau Evert in der Johanniter-Station in Bad Breisig. Sie sprachen über das Arbeitsspektrum des Johanniter-Pflegediensts das von der Pflege, Behandlungspflege, Wunderversorgung, Hauswirtschaft, Hausnotruf und der 24 h- Notbereitschaft sowie der Palliativversorgung reicht. Das Spektrum ist umfassend, dabei ist es stets wichtig, dass die MitarbeiterInnen aktuelle Schulungen und Zertifizierungen besitzen, um die Klienten gut zu versorgen, aber auch die einzelnen Leistungen abrechnen zu können. Vielfach ist es in der Region schwierig, geeignete Fachkräfte zu finden, die die Herausforderungen des Berufes, aber auch die sich stetig verändernden Rahmenbedingungen akzeptieren. Dabei warten auf die MitarbeiterInnen vor Ort eine gute Teamstruktur und faire Arbeitsbedingungen.
Wenn so beispielsweise keine Fachkräfte ins Haus kommen, kann niemand an dieser Stelle helfen und erkennen, welche Hilfsmittel und Unterstützungsleistungen evtl. noch beantragt werden können/Könnten, oder ob evtl. Anträge auf Höherstufung usw. erforderlich sind. Um den Klienten gerecht zu werden, reicht oft eine Hilfe im Haushalt nicht aus. Sie brauchen Fachpersonal, welches eine sehr gute medizinische Ausbildung genossen hat.
Darüber hinaus wünscht man sich vor Ort eine Ausbildung und Qualifizierung in allen Bundesländern gleich, da hier bundesländerspezifisch große Unterschiede bestehen. Das könnte flächendeckende und einheitliche Qualifizierungen der MitarbeiterInnen möglich machen.
Wünschenswert wäre weiterhin, dass z.B. die examinierten Pflegekräfte, die jetzt aus der Ukraine zu uns kommen, schnell und unbürokratisch anerkannt werden können. „Das sind ungenutzte Ressourcen, was für uns nicht gewollt sein kann, ebenso wie für die UkrainerInnen, die gern arbeiten möchten“, so die Pflegedienstleitung. Dies entspricht einer Forderung im Koalitionsvertrag von RLP. Hier ist ein Anerkennungsverfahren in Planung, durch das Präsenzkräfte, die legal mit einer sogenannten A1-Bescheinigung in Deutschland arbeiten, eine Qualifizierung in Anspruch nehmen können“.
Weiterhin möchte man auch das Berichtswesen auf neue Füße stellen. „Es ist wichtig, dass die Menschen im Alter so lange wie möglich und so gut wie möglich in ihrem Umfeld leben können. Dazu gehört es, den Ausbau komplementärer Angebote zu fördern. Das Angebotsspektrum der Johanniter in Bad Breisig unterstützt dies hervorragend, so können ältere Menschen ihren Haushalt aufrechterhalten, Nachbarschaft und Gemeinschaft bewahren und es wird Vereinsamung verhindert.“
Zum Abschluss des Gespräches dankte die Abgeordnete dem Team und deren MitarbeiterInnen ausdrücklich für Ihren Einsatz. Die angesprochenen Punkte gilt es jetzt, politisch anzugehen und auf deren Realisierbarkeit zu prüfen.
Remagen. Der SPD-Ortsverein Remagen wählte in der vergangenen Woche die Landtagsabgeordnete Susanne Müller zur Vorsitzenden. Der langjährige Ortsvereinsvorsitzende Christian Radtke und sein Stellvertreter Rolf Plewa legten ihre Ämter nieder. Der SPD-Ortsverein würdigte das langjährige Engagement und die Verdienste der beiden, die sehr wesentlich die SPD Remagen in den letzten Dekaden prägten, den Ortsverein durch schwierige Zeiten führten und die letzten Wahlkämpfe organisierten.
Susanne Müller will die starke Mitgliederbasis nun reaktivieren und stärker zu Wort kommen lassen - gleichzeitig möchte sie neue Mitglieder gewinnen und insgesamt die SPD Remagen verjüngen. „Wir müssen zu unserer Stärke zurückfinden: Das Ortsvereinsleben muss wieder aufleben, wir wollen unsere Strukturen modernisieren und nach außen vertreten. Wir müssen politische Diskussionen führen und wieder präsenter in der Öffentlichkeit sein“, umreißt Müller ihre Ziele. Als stellvertretender Vorsitzender wurde Mark Vasić gewählt. In ihrem Amt als „Finanzchefin“ der SPD Remagen wurde Michaela Hoffmann-Schaefer bestätigt.
Als weitere Mitglieder im Ortsvereinsvorstand wurden Marion Schnitzler, Dietmar Sindermann. Reinhold Viehoff, Motee Spanier, Beate Reich, Jürgen Blüher, Christian Radtke und Rolf Plewa gewählt.
Bereits in der nächsten Woche wird sich der neu gewählte Vorstand der SPD Remagen treffen, um gemeinsam Ideen für das Ortsvereinsleben zu diskutieren.