SPD Sinzig

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Sommerreise „Demokratische Vielfalt“ führt Bätzing-Lichtenthäler und Müller nach Remagen und Niederzissen

„Demokratische Vielfalt“: Unter diesem Titel steht die diesjährige Sommerreise der SPD-Fraktionsvorsitzenden Sabine Bätzing-Lichtenthäler vom 22. Juli bis 19. September. Es geht um Menschen, Organisationen und Institutionen, die unsere Demokratie und gesellschaftliche Vielfalt jeden Tag aufs Neue leben, weiterentwickeln und fördern – auch im Kreis Ahrweiler.
Am 30. August 2022 besucht Bätzing-Lichtenthäler dabei mit der heimischen SPD-Landtagsabgeordneten Susanne Müller die Einrichtungen in Remagen „Weltladen“ und die ehemalige „Jüdische Synagoge“ in Niederzissen, um mit den Organisatoren und Mitarbeitenden ins Gespräch über Demokratie, Vielfalt und Freiheit zu kommen.
„Hintergrund der Sommerreise ,Demokratische Vielfalt‘ ist das 75-jährige Bestehen von Rheinland-Pfalz. Das Jubiläum ist der optimale Zeitpunkt, den Blick besonders auf diejenigen zu richten, die unsere Demokratie jeden Tag auf vielfältige Weise mitgestalten“, erläutern Bätzing-Lichtenthäler und Susanne Müller. „Der Bedarf dafür ist – auch das ist Hintergrund der Sommerreise – aktuell womöglich größer denn je: Auf europäischem Boden erleben wir einen Angriffskrieg, Fake News und Verschwörungsmythen attackieren unsere freiheitliche demokratische Grundordnung und in Folge der Pandemie kommt es in Teilen der Gesellschaft zu einer zunehmenden Radikalisierung. Staat und die Zivilgesellschaft müssen sich gemeinsam solchen Bestrebungen entschieden entgegenstellen und eine wehrhafte Demokratie bilden.“
In Rheinland-Pfalz finden sich viele gute Beispiele des demokratischen Miteinanders –in kleinen Dörfern und großen Städten. Diesen Menschen wollen wir als SPD-Fraktion Aufmerksamkeit schenken, ihnen zuhören und ihre Erwartungen in unserer parlamentarischen Arbeit aufgreifen.
 
Hintergrund:
Sabine Bätzing-Lichtenthäler und Susanne Müller sind am 30. August 2022 ab 09.00 Uhr am „Weltladen“ in Remagen und ab 10.30 Uhr in der ehemaligen „Jüdischen Synagoge“ in Niederzissen vor Ort. Über eine Teilnahme der Presse am Termin würden wir uns freuen.

Austausch der Landtagsabgeordneten und der SPD Kempenich Spessart mit der Firma WOLFCRAFT

Die Landtagsabgeordnete Susanne Müller, Frank Klapperich und Siegfried Schneider (beide OV SPD Spessart) trafen den Geschäftsführer von wolfcraft, Thomas Wolff, zu einem informierenden Gespräch. Dabei stand vor allem der Neubau der Verwaltung, aber auch eine Betriebsbesichtigung und weiterführende Fragen zur Veränderung von Arbeitsabläufen in Logistik oder Auswirkungen der Corona-Pandemie im Fokus.

Herr Wolff informierte seine Gäste über den Aufbau des Betriebes, die Historie und die derzeitige Situation im Betrieb. Der Familienbetrieb mit Sitz in der Eifel gehört zu den Mitbegründern der deutschen Heimwerker-Branche. Das in zweiter Generation von den Brüdern Thomas und Reinhard Wolff geführte Familienunternehmen mit weltweit mehr als 650 Beschäftigten, von denen rund 300 im Brohltal und damit im Kreis Ahrweiler ihrer Arbeit nachgehen, ist auf Wachstum ausgerichtet. Im Juni war nun die Grundsteinlegung für das neue Verwaltungsgebäude. Corona führte hier zu einer zeitlichen Verzögerung.  

Thomas Wolff berichtet, dass wolfcraft von Anfang an darauf setzte, die MitarbeiterInnen zu MitunternehmerInnen zu machen, und sie damit auch an Zielsetzung, Umsetzung und  dem Erfolg zu beteiligen.

Betreffend der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gehört wolfcraft ebenfalls zu den Vorreitern in der Eifel. Seit 1995 gibt es einen Betriebskindergarten für die Kinder der Mitarbeiter sowie Kinder aus der Umgebung, was die Attraktivität dieses Arbeitgebers steigert. Um der hohen Nachfrage nachzukommen, wird der Kindergarten weiter ausgebaut. Mobiles Arbeiten, Homeoffice sowie Aus- und Weiterbildung sind nur einige Grundsteine in der Firma, welche ebenfalls die Attraktivität des Betriebes herausstellen.

Nach der Kurzvorstellung führte Thomas Wolff die Gäste durch den Betrieb. Die Gruppe bekam einen eindrucksvollen Überblick vom Betriebsgelände. So konnte der Kindergarten mit attraktivem Außengelände und der große Logistikbereich besichtigt werden. Auch hier wurde in den letzten Jahren umfangreich investiert und Thomas Wolff erklärte die Auswirkungen der Zunahme des Online-Handels für die Produktion von wolfcraft und die sich daraus resultierenden Änderungen im Vertrieb und in Logistik. Außerdem sprach Herr Wolff an, dass die zunehmende Bürokratisierung das unternehmerische Handeln zunehmend erschwert.

Zum Abschluss dankten die BesucherInnen für den Rundgang und das informative Gespräch. Die Landtagsabgeordnete ist froh, dass wolfcraft mit seinen Innovationen und Ideen ein Ausfrufezeichen für den Wirtschaftsstandort Kempenich im Landkreis Ahrweiler setzt.

So erhielt wolfcraft beispielsweise auch einen Sonderpreis im Rahmen des Projektes „Lebensphasenorientierte Personalpolitik“ einen Sonderpreis „mobiles Arbeiten“ u. A.  durch das Wirtschaftsministerium RLP. „Das Home-Office, digitale Anforderungen oder die zunehmende Automatisierung in den Arbeitsabläufen wie auch das Ziel des nachhaltigen Wirtschaftens verändern viele Branchen, die Arbeit und den Alltag des Menschen in RLP. Erfolgreiche Transformation braucht einen breiten Dialog und zugleich klare politische Leitplanken.  wolfcraft zeigt eindrücklich, dass diese Transformation gelingen kann – hier spielt modernes mobiles Arbeiten sowie die Miteinbeziehung der MitarbeiterInnen eine maßgebliche Rolle“, so die Landtagsabgeordnete Müller.

MdL Müller trifft Vorsitzenden der Bürgerinitiative „Wir gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“ Rolf Papen

Täglich sind sehr viele Bürgerinnen und Bürger in unserer Region von Bahnlärm unmittelbar betroffen. Vor allem die Gesundheit von Anwohnerinnen und Anwohnern an Bahntrassen kann unter Bahnlärm, Feinstaub oder Erschütterungen leiden. Der regionale Tourismus wird davon berührt, so berichtet Rolf Papen, Vorsitzender der Bürgerinitiative „Wir gegen Bahnlärm in der VG Weißenthurm e.V.“, die 2013 in Weißenthurm gegründet wurde, MdL Susanne Müller bei einem Arbeitsgespräch in Oberwinter.

Zwischenzeitlich sind der Bürgerinitiative, die seit 2017 anerkannte Umweltvereinigung in Rheinland-Pfalz ist, die Verbandsgemeinden Weißenthurm und Bad Breisig, die Städte Mülheim-Kärlich, Weißenthurm, Andernach, Bad Breisig, Sinzig und Remagen, sowie die Ortsgemeinde Brohl-Lützing beigetreten.

Rolf Papen berichtet zu Beginn des sehr informativen und für alle Beteiligten sehr erfreulichen Gespräches, dass das enge und kurvenreiche Mittelrheintal mit seinen 160 Jahre alten Bahntrassen, am 15. Juni 2010 seitens der Europäischen Union zum »Europäischen Güterzug-Korridor 1« zwischen den Nordseehäfen Antwerpen, Rotterdam, Amsterdam und Italien bestimmt wurde, ohne Rücksicht auf die weltweit einzigartige Natur- und Kulturlandschaft!

Damit wurde das Mittelrheintal zwischen Bingen und Bonn zur meistbefahrenen Güterzugtrasse Europas und zur gefährlichsten Güterzugtrasse Deutschlands. Die Folge: Erheblich mehr Lärm, Feinstaub und Erschütterungen sowie zunehmende Sorge wegen der vielen Güterzüge mit Gefahrgut, die mit bis zu 120 Stundenkilometern durch engbebaute Ortskerne und Wohngebiete rasen dürfen.

Hinsichtlich der von der Bürgerinitiative grundsätzlich begrüßten Mobilitätswende ist klar, dass im Mittelrheintal insbesondere der Schienengüterverkehr weiter deutlich zunehmen wird.

Es sind daher folgende drei Ziele, die vorrangig vom Vorstand der Bürgerinitiative in seinem ehrenamtlichen Engagement angestrebt werden:

Deutlich mehr Schutz von Menschen, Natur und Umwelt durch weniger Bahnemissionen und mehr Bahnsicherheit auch im Unteren Mittelrheintal zwischen Koblenz und Bonn, sowie Erhalt der einzigartigen Natur- und Kulturlandschaft auch für künftige Generationen in unserer Region!  
Geschwindigkeitsreduzierungen im Mittelrheintal bei Ortsdurchfahrten für alle Züge auf maximal 70 km/h, für Güterzüge mit Gefahrgut auf maximal 50 km/h!
Planung sicherer, leistungsfähiger und umweltverträglicher Güterzug-Neubautrassen deutschlandweit.
Vor diesem Hintergrund erklärte Rolf Papen: „Unter unserem Motto: »Kooperation statt Konfrontation – gemeinsam die Zukunft gestalten« wurde im gemeinsamen Zusammenwirken mit Bundestags- und Landtagsabgeordneten unserer Region; mit unseren Kommunen und nicht zuletzt mit der Deutschen Bahn schon viel erreicht. Doch es gibt noch viel zu tun. Es kommt jetzt ganz entscheidend darauf an, dass das einzigartige Untere Mittelrheintal in Sachen Bahnlärmschutz unverzüglich die längst überfällige Gleichbehandlung mit dem Welterbe Oberes Mittelrheintal erfährt, denn hier sind mehr Menschen vom Bahnlärm betroffen und es verkehren hier wegen der Moselanbindung deutlich mehr Güterzüge.“

Infolge führte er erneut aus, dass der Tourismus als ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor unserer Region, ganz erheblich unter dem Bahnlärm leidet und er schloss seine Ausführungen mit dem Hinweis: „Wir alle befürworten die unumgängliche Verlagerung des Verkehrs von der Straße auf die Schiene. Damit die dafür erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen zeitnah im ganzen Unteren Mittelrheintal angegangen werden, ist die engagierte und nachhaltige politische Unterstützung auf Landes- und Bundesebene, durch unsere Landräte und Bürgermeister - mehr noch als bisher - dringend erforderlich. Daher freue ich mich sehr über die Einladung zu dem für unsere Arbeit so wertvollen und wichtigen Gespräch mit Frau MdL Susanne Müller!“

Die Landtagsabgeordnete ergänzt, dass aufgrund der Klimaziele die Bahn in ganz Deutschland zum Rückgrat der Mobilität werden muss – auch im ländlichen Raum. Daher müssen Schieneninfrastruktur und der Bahnbetrieb ausgebaut werden: „Ziel unserer Mobilitätspolitik ist, dass die moderne Verkehrswelt erschwinglich und für alle zugänglich, klimaneutral, schnell und komfortabel ist – unabhängig, ob die Menschen in ländlichen oder in urbanen Räumen leben. Die dafür erforderliche Akzeptanz durch die Bevölkerung wird sich nur einstellen, wenn die Bahnemissionen weiter deutlich gemindert und die Bahnsicherheit gewährleistet wird.“

Die Landtagsabgeordnete wird die Anliegen der Initiative in ihre Netzwerke einspeisen und mit nach Mainz nehmen. Von einem guten Lärmschutz profitieren Anwohner, Innenstädte sowie der (touristische) Betrieb vor Ort, damit kommen diese Anliegen allen zugute.

Entscheidung zum Feuerwehrhaus in Sinzig - Bericht im WDR

...bei dem auch unser Fraktionsvorsitzender im Sinziger Stadtrat, Hartmut Tann, zu Wort kommt.

Der vollständige Bericht ist hier zu finden: https://www1.wdr.de/fernsehen/lokalzeit/bonn/videos/video-lokalzeit-aus-bonn---1702.html

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